La Serena, Chile (1) - März 2015


Ich bin am 08.März 2015 abends mit dem Bus in La Serena angekommen. Die Busfahrt von Santiago nach La Serena hat ungefähr 7 Stunden gedauert, Non-Stop schafft man die Strecke auch in 6 Stunden. Ich habe 6000$ Pesos für meine Fahrt gezahlt, was momentan ungefähr 9 Euro entspricht und die Busse sind sehr bequem mit viel Platz für die Beine und mit Bildschirmen im Gang.
Am nächsten Tag hab ich mich dann schon früh morgens aufgemacht, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Von Leuten in Santiago hatte ich gehört, dass La Serena eine sehr ruhige und gemütliche Kleinstadt wäre, und genau das war auch mein Eindruck.
Die Innenstadt ist mit rotem Steinen gepflastert und erstreckt sich über mehrere Querstraßen (auf denen leider Autos fahren dürfen.) Es gibt mehrere kleine Märkte, schöne alte Kirchen, einen großen Plaza de Armas und viele kleine Restaurants und Bäckereien. La Recova, zum Beispiel, ist eine Art Bazar im Zentrum, in dem man typisch chilenische Sachen kaufen kann. Dort gibt es chilenische Süßigkeiten, Spielzeug, Kleidung und kleine Mitbringsel. Dann gibt es noch den großen Obst- und Gemüsemarkt, der eher im Norden von La Serena liegt, und bei dem man sehr günstig Obst und Gemüse aus der Region bekommt.


Im Hostel, das im Zentrum lag, hatte man mir gesagt, dass es zum Strand nur 20 Minuten zu Fuß wären. Ich bin dann aber doch gut eine halbe Stunde gelaufen. Der Weg dorthin war aber sehr schön. Man konnte in der Mitte der großen Straße auf einem Weg - erst aus Pflastersteinen und dann aus Sand- laufen, der links und rechts von hohen Palmen gesäumt war, wie eine Allee.
Am Ende dieses Weges konnte man dann auch bald schon einen wunderschönen kleinen Leuchtturm ausmachen und war dann auch schon am Strand. La Serena und Coquimbo liegen beide in der gleichen Bucht und haben jeweils einen kilometerlangen Sandstrand. Die Wellen sind meistens ziemlich hoch, was sehr viele Surfer anlockt, und das Wasser ist zwar kalt, aber auf jeden Fall nicht zu kalt, um darin zu baden.
Da es morgens noch etwas bewölkt war, hatte ich gar nicht viel Sonnencreme aufgetragen und dann mittags schon einen kleinen Sonnenbrand im Gesicht. Seitdem wird jeden Tag morgens das Gesicht eingecremt ;)





Abends hab ich dann zum ersten Mal die anderen deutschen Austausch-Studentinnen getroffen und wir haben uns einen netten Abend gemacht.
Mit dem Spanisch hab ich mich die erste Zeit echt schwer getan. Ich hatte in Deutschland in der Uni zwar drei Kurse, die lagen aber schon ein wenig zurück und mir hat es einfach an Übung gefehlt. Und dazu ist Chile auch nicht als das Land mit der deutlichsten Aussprache bekannt. Die Chilenen reden sehr, sehr schnell und nuscheln viel und es gibt auch einige Unterschiede im Vokabular und in der Grammatik. Aber je mehr ich mich mit ihnen unterhalte, desto mehr versteh ich auch.