Tour del Sur (1) - Chile, März/April 2015

Meine Reise durch den Süden von Chile (1/2)

Da es in Chile ab April kühler wird (vor allem im Süden), haben Lisa und ich uns gedacht, dass wir da schon noch gern hinreisen würden, bevor es dann zu kalt und das Wetter zu schlecht wird.
Also haben wir Ende März eine Tour mit Pachamama by Bus gebucht, die eine Woche durch sämtliche Städte und Regionen im Süden ging. Da Chile ein sehr, seehr langgezogenes Land ist, sind wir nicht ganz bis in den Süden gefahren, sondern nur bis Puerto Montt. Im Süden befindet sich Patagonien mit Nationalparks, in denen man wunderbar wandern kann. Das steht auch auf jeden Fall noch auf meiner Liste, aber das werde ich wohl erst machen, wenn ich in ein paar Jahren nach Südamerika zurückkomme und mehr Zeit dafür habe.
Jedenfalls, Lisa und ich sind Ende März mit dem Bus nach Santiago gefahren, haben dort eine Nacht im Hostel übernachtet und sind am nächsten Morgen mit dem kleinen Pachamama Bus abgeholt worden. Insgesamt waren wir 14 Personen auf der Tour, plus Reiseführer und Busfahrer.
Die Nation, die am meisten vertreten war, war (Überraschung!) Deutschland! Da waren Lisa und ich, dann noch Karin, die in Santiago studiert und ihre Tante mitsamt Anhang, und Elisa, die ihre Schwester besucht hat. Dann war da noch ein Bulgare, ein Ami, zwei Australier, und eine Norwegerin. Alles in allem eine sehr nette Gruppe :)

Hier eine ungefähre Karte von der Tour:
(Immer wenn bei einer Stadt ein Punkt ist, dann haben wir da übernachtet -> Pichilemu, Pucón (x2), Valdivia, Puerto Varas und Los Ángeles )



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Tag 1

Am ersten Tag ging es von Santiago nach Pichilemu, ein kleines Surferstädtchen zwei Stunden entfernt von Santiago. Beim Mittagessen hab ich ein typisches chilenisches Gericht namens Cazuela probiert. Das ist eine Art Brühe mit Gemüsestücken, so richtig großen Stücken, (da liegt schon auch mal ein halber Maiskolben drin) und dazu ein Hähnchenschenkel. Hat auf jeden Fall besser geschmeckt, als es aussah :)
Lisa und ich sind dann am Nachmittag am Strand geritten. Das war echt schön, obwohl sich unsere Pferde ein bisschen angezickt haben. Aber es hat schon echt was, direkt am Meer entlang zu reiten.




Als wir gerade fertig waren, hat sich der Himmel zugezogen und es ist richtig kalt geworden. Am Abend wollten wir als Gruppe eigentlich den Sonnenuntergang von einer Klippe aus anschauen, aber man hat leider überhaupt nichts außer Nebel und Regen gesehen.
Später wurde dann im Hostel noch gemütlich gegrillt :)




Tag 2 und 3


Um halb 9 ging es am nächsten Tag weiter Richtung Süden. Dieser Tag war vor allem ein Bus-Tag, weil eine lange Strecke zurückgelegt werden musste. Der einzige Stopp war in Santa Cruz, wo wir ein Museum anschauen konnten und uns in der Stadt ein bisschen die Beine vertreten haben.
Abends waren wir dann endlich in Pucón! Dieses Städtchen liegt in der Los Lagos Region, direkt an einem See und ist von Vulkanen und Nationalparks umgeben. Man kann dort alles mögliche an Outdoor-Sportarten machen und auch auf Vulkane hochwandern. Zu dem Zeitpunkt, als wir dort waren, war der Vulkan Villarica, der höchste der Region, gerade aktiv. Es war schon ein bisschen ein mulmiges Gefühl beim Frühstück aus dem Hostelfenster direkt auf den rauchenden Vulkan zu schauen, der da so vor sich hingequalmt hat. Aber gleichzeitig war es auch ziemlich aufregend. Ich mein, wie oft sieht man schon einen aktiven Vulkan? :)





Lisa und ich sind am nächsten Tag mit zwei anderen in den Nationalpark Huerquehue gefahren und dort 7 Stunden lang bei mäßigem Wetter zu Lagunen und Wasserfällen gewandert. Teilweise gings echt ganz schön steil bergauf und uns ist gegen Ende ganz schön die Puste ausgegangen. Beim Abstieg hat der Himmel dann plötzlich aufgeklart und wir hatten eine mega schöne Aussicht, die uns für die ganzen Anstrengungen des Tages entschädigt hat. :)













Zurück im Hostel haben wir den Rest der Gruppe wieder getroffen und sind alle zusammen zu den Hot Springs gefahren, von denen es in der Gegend extrem viele gibt, da der Boden durch die umliegenden vulkanischen Aktivitäten extrem aufgeheizt ist. In den Springs gab es 7 verschieden warme Pools, und nur die zwei wärmsten waren richtig heiß, deswegen waren dort 99% der ganzen Leute drin.;)



Tag 4

Am vierten Tag ging es zuerst durch die Los Lagos Region weiter nach Süden. Am Vormittag sind wir ungefähr alle halbe Stunde an einem anderen See vorbeigekommen. Und da es wieder ein wunderschöner Tag war, sind auch einige schöne Bilder entstanden.
Vom ersten See konnte man auch noch den rauchenden Vulkan im Hintergrund sehen.







Die Chicas der Gruppe: Elisa, Lisa, Fanny und ich



Nachmittags waren wir dann schließlich wieder
an der Pazifikküste, in Valdivia. Dort haben wir erst eine alte Burg angeschaut, die dort früher von den Klippen aus Valdivia vor Eindringlingen vom Meer geschützt hat.

Leuchtturm von Valdivia
Danach sind wir mit ein paar Leuten der Gruppe vom Hostel in die Innenstadt gelaufen, um dort zu Abend zu essen. Auf dem Weg haben wir ganz viele Seelöwen gesehen, die dort einfach im Fluss liegen und die Sonne genießen. Aber zu nah darf man ihnen nicht kommen, sonst werden sie ein wenig sauer.

Im Zentrum sind wir noch durch einen kleinen Markt gelaufen und ich hab einen echt tollen Pulli gefunden :)
Danach haben wir noch gemütlich zu Abend gegessen und sind am Fluss zurückgelaufen. Dort ist grad der Mond über den Hügeln aufgegangen, und der war einfach riesig und hat sich wunderschön im Wasser gespiegelt.