Valle del Encanto, Chile - Mai 2015


Wir waren Mitte Mai mit den anderen Austauschstudenten auf einer Tagestour Richtung Süden.

Zuerst sind wir in eine kleine Stadt namens Ovalle gefahren, die ungefähr eineinhalb Stunden entfernt liegt. Dort waren wir in einem kleinen Museum, in dem ganz viele Gegenstände der Inkas ausgestellt waren, die früher dort in der Gegend gelebt haben.
Danach sind wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert und hatten dann eine Stunde Zeit, um uns den großen Markt anzuschauen. Dort gab es einfach alles: Obst, Gemüse, Kleidung, Schmuck, Elektronik, Spielsachen, Blumen und so weiter.
Anschließend haben wir uns wieder mit der Gruppe getroffen und sind zusammen
Essen gegangen. Im Restaurant gab es typisch chilenische Gerichte, die sehr lecker waren! :) Vorspeise war ein Salat mit Avocado, Zwiebeln, Tomaten, Rote Bete und Zitrone, Hauptgericht war Fleisch oder Fisch mit Reis oder Kartoffelbrei und als Nachspeise hatten wir einen unglaublich süßen Karamell-Pudding.

Dann sind wir ins Valle del Encanto gefahren (auf Deutsch: Das verzauberte Tal) und haben dort einen richtig coolen Nachmittag verbracht.
In diesem Tal, das auch von den Inkas bewohnt wurde, gibt es unglaublich viele Kakteen und Steine, aber auch Petroglyphen und Piktographen, die tausende von Jahren alt sind. Die Wanderung durch das Tal war ziemlich abenteuerlich.:) In den Bädern der Inkas hatten wir am meisten Spaß, weil man dort in und unter die Felsen klettern konnte. Unser Reiseführer hatte Mühe, uns von dort wieder wegzubringen. 
Anschließend haben wir uns in dem Tal alle ein bisschen bei Kaffee und Kuchen zusammengesetzt und den Nachmittag ausklingen lassen.


In der Werkstätte

Doch das war noch nicht alles, was wir an diesem Tag unternommen haben. Wir sind nämlich noch in eine weitere Stadt gefahren, namens Andocollo und dort haben wir uns eine Gold- / Silberwaschanlage angeschaut, die dort seit Hunderten von Jahren ganz altmodisch von Hand betrieben wird. In dieser Gegend gibt es nämlich Goldvorkommen in der Erde, und viele der Einwohner arbeiten in Minen.

Danach sind wir über Serpentinen zu einem Observatorium gefahren. Darauf hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Es war eine unglaublich klare Nacht und Neumond, und man hat schon mit bloßem Auge sämtliche Sterne, Sternzeichen, Saturn und Jupiter erkennen können.
Im Observatorium haben wir auch eine kleine Führung bekommen, in der wir draußen in einem Steinkreis gesessen sind und uns der gesamte Nachthimmel erklärt wurde. Danach durften wir noch durch das Teleskop Saturn und Jupiter anschauen, und das war wirklich Hammer, die mal so nah und genau sehen zu können. Man konnte bei Jupiter die Monde erkennen und den Ring von Saturn. :)
Anschließend war es schon nach Mitternacht und wir waren so geschafft vom Tag, dass wir auf der Heimfahrt im Bus alle eingeschlafen sind.
Es war ein sehr erlebnisreicher und schöner Ausflug :)



1) Im Valle del Encanto 





Die Kakteen waren oft größer als wir










Ein Piktograph



-- Ein Petroglyph --
Die Löcher in diesem Stein sind ein Abbild von den Sternzeichen über der Südhalbkugel. Vorne kann man den Gürtel des Orion sehen und links das Kreuz des Südens. Wenn sich in den Löchern Wasser gesammelt hat, dann spiegeln sich bei Vollmond die Sterne vom Himmel in den richtigen Löchern wieder. Die schlauen Inkas haben die Dimensionen wohl damals schon ganz genau berechnen können.





2) In den Inka-Bädern (im Valle del Encanto)











Eine "Inka-Badewanne" :)






3) Fahrt nach Andacollo

Blick auf Andacollo bei Nacht / Dämmerung




4) Vor dem Observatorium
(Ich hätte gerne auch Bilder von dem unglaublich tollen Sternenhimmel hochgeladen, aber man erkennt auf meinen Bildern außer schwarz leider nicht viel^^)






... und zum Abschluss noch die ganze Crew :)