San Pedro de Atacama, Chile - Juli 2015

Das Semester war am 10. Juli offiziell vorbei (obwohl die 6 Wochen davor die Uni wegen Streik sowieso ausgefallen war) und es war Zeit für den Start der Südamerikareise, die zuerst in den Norden von Chile und dann nach Bolivien führen sollte, und schließlich in Peru mit dem Rückflug enden würde.

Caex (für den Größenvergleich daneben ein Jeep)
Unsere erste Busfahrt ging nach Calama, wo wir uns die größte offene Mine der Welt angeschaut haben. Dafür ging es mit dem Bus zuerst in ein ehemaliges Minenarbeiterdorf und dort ins Museum und danach in die Mine, wo wir riesige Caex (steht für "camiones de extracción", deutsch: Förder-Lastwägen) gesehen haben und auf einem Aussichtspunkt die ganze Mine überblicken konnten, die übrigens 1 Kilometer tief ist.
























Danach gings abends weiter zum ursprünglichen Ziel: San Pedro de Atacama.
Direkt in der Atacama-Wüste und einfach ein Muss für jeden Chile-Reisenden!
Wir hatten kein Hostel für die Nacht gebucht und waren dort erstmal eine Zeit lang mit unserem Gepäck unterwegs, bis wir ein passendes Hostel gefunden hatten, aber San Pedro hat mir von Anfang an unglaublich gut gefallen . Die Menschen, die dort leben, verdienen ihr Geld ausschließlich mit den Touristen. Es gibt unglaublich viele Hostels, Restaurants, Tour-Agenturen und Alpaka-Bekleidungs-Geschäfte und nur wenige Straßen. In den Straßen ist auch abends noch sehr viel los und natürlich sind vor allem Touristen unterwegs. Für mich hatte San Pedro eine ganz besondere Atmosphäre, -eine Mischung aus (bevorstehendem) Abenteuer und Gelassenheit-, und war für mich der perfekte Start der Reise.


Am nächsten Morgen sind wir zeitig aufgestanden und haben uns Räder ausgeliehen ($4000 pro Tag; ungefähr 5,50€). Damit sind wir erst ins Valle de la Muerte geradelt, das nur 15 Minuten entfernt liegt und sind dort auf einem sandigen Weg zwischen den Felsen mehr oder weniger gut vorangekommen, aber wir haben es bis zum Highlight geschafft: die riesigen Sanddünen, die wir nach einiger Zeit erreicht haben und dort haben wir ein paar andere Reisende getroffen, die uns ihre Snowboards für Sandboarding ausgeliehen haben. Das hat richtig viel Spaß gemacht.



































Danach sind wir weiter ins Valle de la Luna geradelt , wo wir abends den Sonnenuntergang von einem Aussichtspunkt anschauen wollten. Die Strecke war um einiges länger und auch um einiges anstrengender als die Fahrt zum Valle de la Muerte und wir waren auch schon ziemlich spät dran, aber wir haben es dann zum Glück noch rechtzeitig geschafft und konnten mit ansehen, wie sich alle umliegenden Berge rosa verfärbt haben und der Himmel hat in allen Farben geleuchtet hat. :)
Danach gings mit Stirnlampen und unter einem leuchtenden Sternenhimmel zurück nach San Pedro.









































Am zweiten Tag haben wir unsere Tour nach Uyuni gebucht. Davor hatten wir sehr lange überlegt,
ob wir die 3-Tages-Tour von San Pedro aus machen oder die andere Option wählen sollten: einfach von Calama aus den Bus nach Uyuni zu nehmen und dort eine Ein-Tages-Tour in den Salar zu machen.
Das große Contra gegen die Tour war die Kälte. Wir würden uns zeitweise in einer Höhe bis zu 5000 Meter befinden und so weit oben auch nur in kleinen Hütten ohne Heizung übernachten und fühlten uns dafür einfach nicht gut genug ausgerüstet.
Doch das Leben ist ein Abenteuer, und so haben wir Handschuhe, Schals und Mützen eingekauft und die Tour dann doch gebucht und zwar gleich für den darauffolgenden Tag, damit wir uns nicht doch nochmal umentscheiden konnten.


Am Nachmittag sind wir dann noch zu Salzwasser-Lagunen gefahren, die so viel Salz enthalten, dass man dort oben an der Wasseroberfläche treibt (genauso wie im Toten Meer) und das war auf jeden Fall auch eine tolle Erfahrung.
Abends wurde dann noch gepackt und wir haben die restlichen chilenischen Pesos in Bolivianos gewechselt, und dann konnte die Reise nach Bolivien auch schon losgehen.