Titicacasee, Bolivien - Juli 2015

Die Kathedrale
Nach einiger Zeit in La Paz ging es dann schließlich nach Copacabana. Wir sind mit einem kleinen Bus für 20 Bolivianos (umgerechnet ungefähr 2,50€) drei Stunden dorthin gefahren. Zwischendrin mussten wir einen großen Fluss überqueren, und da es keine Brücke gab, sind wir alle ausgestiegen und mit einem Boot übergesetzt. Der Bus wurde von einer Art Autofähre zur anderen Seite geschippert.

In Copacabana haben wir am ersten Tag ein wenig die Stadt angeschaut. Ein Wahrzeichen ist die riesige Kathedrale, die für so ein kleines Städtchen viel zu groß erscheint. Es gibt auch wieder einen sehr schönen Plaza de Armas, einen großen Essensmarkt und viele Restaurants und kleine Geschäfte. Am Nachmittag sind wir noch ein bisschen am Titicacasee entlang gewandert und haben das schöne warme Wetter genossen.















































Auf dem Weg zur Isla de Sol


Am nächsten Tag ging es in der Früh um halb 9 mit der Fähre zur Isla de Sol. Diese Insel liegt noch im bolivianischen Teil des Sees und ist sehr ursprünglich und traditionell. Die Leute dort leben immer noch wie vor 100 Jahren und leben vom Ackerbau, der Fischerei, und mittlerweile auch von den Touristen.

Wir sind zuerst zur Nordspitze der Insel gefahren, dort ein wenig durch das kleine Dörfchen Challapampa geschlendert und haben uns ein bisschen an den wunderschönen Sandstrand gelegt. Danach sind wir noch zu ein paar Inka-Ruinen gewandert.




Im Norden der Isla de Sol

Wanderung durch die alten Inka-Ruinen



Später hat uns ein Boot Richtung Süden mitgenommen und wir sind dort bei dem größten Ort der Insel "Yumani" ausgestiegen. Dort befindet sich die "Fuente del Inca" eine Quelle, die mit ihrem Wasser die Bevölkerung dort versorgt. Vor allem morgens hat man dort viele der Bewohner mit riesigen Wasserkrügen gesehen.

Die Treppen hoch zu Yumani


Die Aussicht von Yumani auf den See





Yumani liegt sehr weit oben auf der Insel, deswegen mussten wir erst einmal sehr viele Treppen hochsteigen, was bei der Hitze ziemlich anstrengend war. Oben haben wir uns dann eine Unterkunft gesucht und nach einiger Zeit auch eine echt schöne gefunden, mit einer tollen Aussicht auf das Meer.
Danach sind wir noch zu einem Inka-Tempel gewandert und haben anschließend auf der Spitze der Insel den Sonnenuntergang angeschaut.

Wanderung mit Mauri, Aline und Seba


Der Inka-Tempel im Süden der Insel






Puesta de sol con Mauri y Seba :)
Wir  drei sind zwar etwas dunkel, aber somit lenken wir auch nicht vom Sonnenuntergang im Hintergrund ab



Am nächsten Tag bin ich um sieben Uhr aufgestanden, weil ich unbedingt den Sonnenaufgang sehen
wollte. Ich habe es mir mit einer Decke oberhalb von Yumani gemütlich gemacht und während ich auf die Sonne gewartet habe, habe ich die Menschen im Dorf beobachtet. Die Bewohner haben die Tiere gefüttert und die Gärten gepflegt und sind mit ihren voll bepackten Eseln durch die engen Gässchen nach oben und unten gezogen.
Es war unglaublich ruhig und friedlich und eine sehr schöne Atmosphäre.
Überhaupt war für mich die Isla de Sol einer der schönsten Orte auf meiner Südamerika-Reise. :)




Der Ort Yumani im Morgenlicht

Ich hatte früh morgens schon Gesellschaft..

Der Sonnenaufgang


Mittags sind wir mit dem Schiff wieder zurück nach Copacabana gefahren und dort noch auf den heiligen Berg hochgestiegen. Der war ganz schön steil und höher als man zuerst gedacht hätte. Auf dem Weg gab es immer wieder Schreine und "Gebetsstationen" und oben war ein Marienstatue und sehr viele Räucherkerzen und christliche Symbole.
Abends sind wir dann los nach Arequipa gefahren. Copacabana liegt nur 30 Minuten von der peruanischen Grenze entfernt und somit war mein Abenteuer in Bolivien auch schon wieder zu Ende und ich war in Peru!=)

Blick vom Berg auf Copacabana und den Titicacasee