Tour Salar de Uyuni, Bolivien - Juli 2015


Um 7 Uhr morgens wurden wir in San Pedro mit dem Bus abgeholt. Damit ging es direkt zur Grenze und da hieß es dann:









Kurz nach der Grenze haben wir vom Bus in einen Jeep gewechselt. Unser Fahrer hieß Cesar, war ungefähr in unserem Alter, ein bisschen schüchtern und schweigsam, aber nett und ein sehr guter Fahrer. Insgesamt waren wir 6 Leute in der Gruppe: wir vier (Laura und Sophia von den Intercambios aus Erlangen, Lauras Freund und ich) und noch ein französisches Pärchen, das sehr nett war.






Laguna Verde (die gar nicht grün war)




Gleich am ersten Morgen haben wir uns einige Lagunen angeschaut. Da waren zuerst einmal die Laguna Blanca und die Laguna Verde. Das war der höchste Stopp auf unserer Reise, die Laguna Verde liegt nämlich auf 5000m Höhe. Zum Ausgleich für Körper und Geist gab es von Cesar erst einmal Coca-Blätter zum Kauen. Aber außer, dass von diesen Blättern der Mund ein wenig taub wurde, haben wir nicht wirklich eine Wirkung gespürt. Wir hatten uns in San Pedro, das auch relativ hoch liegt, auch schon gut an die Höhenluft gewöhnt.

Laguna Blanca



Danach haben wir einen kurzen Stopp in einem Thermalbad gemacht, das bei der Kälte unglaublich gut getan hat, und sind anschließend weiter zu Laguna Roja gefahren. Die war wirklich sehenswert! Das Wasser war leuchtend rot (warum das so ist, weiß ich grad leider nicht mehr, bestimmt irgendwelche Bakterien oder Mineralien) und es gab sehr viele Flamingos.
Dort sind wir ein bisschen um den See gewandert und anschließend in unserem "Refugio" für die Nacht angekommen
Da gabs erst mal heiße Suppe und Spaghetti und zum Glück wurden auch noch ein paar Schlafsäcke verteilt. Trotzdem haben wir alle in bis zu 6 Schichten Kleidung, Mütze, Handschuhen und Schal geschlafen, aber das Einpacken hat sich auf jeden Fall gelohnt, und uns war trotz minus 15 Grad im Zimmer nicht (übermäßig) kalt :)








Am nächsten Morgen gab es Pfannkuchen zum Frühstück und danach ging es weiter mit unserer Tour.
An diesem Tag stand als Erstes der "Arbol de Piedra" auf dem Programm: Ein Felsen mitten in der Wüste, der die Form eines vom Wind angepusteten Baumes hat.
Der Begriff "windig" traf es auch insgesamt recht gut, denn obwohl es tagsüber schon relativ warm war und die Sonne geschienen hat, ging ein mordsmäßiger Wind und dadurch war uns dann die ganze Zeit ziemlich kalt.

Nach dem Felsenbaum gings zu Geysiren. Das war ein Feld mit lauter dampfenden kleinen Pfützen und kochendem Schlamm und an manchen Stellen kam aus tiefen Löchern Wasser aus der Erde geschossen. Die Pfützen und Tümpel hatten alle ganz unterschiedliche Farben und es lag ein ausgeprägter Schwefelgeruch in der Luft. Da hieß es dann nur, Luft anhalten, kurz raushüpfen, und weiter gehts!

Noch mehr Flamingos :)
Am Nachmittag sind wir vor allem viel gefahren, weil wir unsere Unterkunft für die zweite Nacht rechtzeitig erreichen wollten. Doch auch vom Auto aus hat man viel von der Umgebung gesehen, die einfach atemberaubend war, zum Beispiel Wüsten in verschiedenen Farbtönen, Berge, Vulkane und Seen.
Endlich sind wir dann am zweiten Hostel, einem Salzhotel angekommen. Dort war innen alles weiß und aus Salz und es war um einiges wärmer als in der ersten Unterkunft.
Unser Zimmer: Wände, Boden, Betten und Tisch, war alles aus Salz


Es gab zum Beispiel auch wieder Elektrizität und ein paar Steckdosen im Gemeinschaftsraum, die natürlich sofort von sämtlichen Kamera-Kabelsteckern belegt waren, und man hatte auch die Möglichkeit für 10 Bolivianos (= ungefähr 1,50€) warm zu duschen.
Danach gab es dann wieder Abendessen für alle, und um 9 Uhr gingen alle Lichter aus und es war Zeit fürs Bett.













Am nächsten Tag sind wir schon um halb 5 aufgestanden und um 5 losgefahren, damit wir in der Salzwüste oben von der "Isla de Pescado" aus den Sonnenaufgang anschauen konnten.
Nach ungefähr einer Stunde Fahrt zur Insel, hat dann der Aufstieg zum höchsten Punkt begonnen, bei der dünnen Luft gar nicht so einfach. Wir haben uns dort in Zeitlupe bis zum Gipfel hochgeschleppt und waren gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang da.



Die Insel an sich muss man sich als einen großen Steinhaufen mit ganz vielen Kakteen vorstellen. Während der Regenzeit ist sie auch wirklich eine Insel, weil dann der See mit Wasser gefüllt oder zumindest bedeckt ist.
Nach einiger Zeit auf der Insel sind wir wieder heruntergeklettert und haben unten beim Auto erstmal in Ruhe gefrühstückt.










Und danach hieß es dann: Bilder machen! Und zwar nicht irgendwelche Bilder sondern die typischen Salzwüsten-Bilder, bei denen man mit groß und klein tricksen kann, weil der Hintergrund bis in den Horizont einfach nur weiß ist. Und außerdem gibt das Weiß der Wüste allen Bilder einen tollen Kontrast.
Unser Fahrer hat dann auch für uns eine schöne Stelle gefunden, wo weit und breit nichts war, und dann haben wir die nächste Stunde damit verbracht, ganz viele Fotos zu knipsen. Anfangs war das gar nicht so leicht, aber nach einiger Zeit hatte man dann den Dreh raus. Hier eine kleine Auswahl:


























Die Uyuni - Crew :)






Anschließend ging es noch zu einem Eisenbahnfriedhof, wo
wir ein bisschen auf den Eisenbahnen herumklettern konnten und dann waren wir auch schon in Uyuni.




Ich und Sophia haben beschlossen, dort noch eine Nacht zu bleiben und uns von den kurzen Nächten davor ein bisschen zu erholen, aber die anderen haben gleich den Nachtbus nach La Paz genommen.
Wir haben dann ein nettes Hotel gefunden, in dem wir für ein Doppelzimmer nur jeweils 6€ zahlen mussten und haben uns einen gemütlichen Abend gemacht.

Zu der Zeit als ich in Bolivien war, gab es einen Streik bei den Minenarbeitern in Potosi, das eigentlich unser nächstes Ziel auf der Reise gewesen wäre, und deswegen waren sämtliche Straßen Richtung Osten gesperrt. Auch nach Sucre zu fahren, war von Uyuni nicht möglich.
Deswegen sind wir dann am Abend darauf ebenfalls nach La Paz gefahren und haben uns dort mit den anderen und einigen anderen Mädels aus La Serena wieder getroffen, unter anderem auch mit meinen ehemaligen Mitbewohnerinnen, Lisa und Caro :)