Als Nächstes ging es nach CUSCO!
Wir sind abends losgefahren und waren etwa 15 Stunden unterwegs.
Dort angekommen, ging es erst einmal auf Hostelsuche. Wir waren zu dritt unterwegs, Javiera, Seba und ich, und wollten auf jeden Fall eine günstige Unterkunft.
Die Hostels in denen wir nachgefragt haben, waren alle relativ teuer, weil Cusco wegen der Nähe zu Machu Picchu sehr viele Touristen anzieht. Schließlich haben wir ein kleines Hostel in einem Hinterhof gefunden und dort umgerechnet 4 Euro die Nacht bezahlt.
In Cusco haben wir uns wieder mit meiner Mitbewohnerin Lisa getroffen, die dort mit ihren Eltern unterwegs war und zusammen eine kleine Stadtrundfahrt gemacht. Danach haben wir die Tour nach Machu Picchu gebucht.
Der einfachste Weg von Cusco nach Aguas Calientes (der Ort unterhalb von Machu Picchu), ist mit dem Zug. Doch der ist ziemlich teuer (Hin-und Rückfahrt ~150 US$) und da ist der Eintritt zur Inkastätte noch nicht einmal dabei. Wir wollten eine günstigere Alternative und somit haben wir eine Tour gebucht, die inclusive An- und Abreise mit dem Bus nach/von Hidroelectrica (= ein Wasserwerk), zwei Übernachtungen im Hostel in Aguas Calientes, einige Mahlzeiten und die Eintritte für Machu Picchu und den Montana Machu Picchu, 100 US$ gekostet hat.
Die Fahrt von Cusco war noch kurviger als die Strecke von Arequipa. Normalerweise macht mir sowas nichts aus, aber an dem Tag ist mir gegen Ende ein bisschen schwummrig geworden und ich war froh, als die Fahrt endlich vorbei war. In Hidroelectrica angekommen, hat uns ein Peruaner den Weg beschrieben und wir sind zwei Stunden an den Bahngleisen entlang gewandert. Einmal kam auch ein Zug, aber der ist nur ganz langsam vorbeigetuckert.
| Immer an den Schienen entlang (© Sebastian Galleguillos) |
| Auf dem Weg nach Aguas Calientes |
| Kurz vor Aguas Calientes |
In Aguas Calientes haben wir uns mit der Gruppe von der Organisation getroffen, die uns unsere Tickets gegeben hat und anschließend waren wir alle zusammen noch essen.
Am nächsten Morgen haben wir uns um halb 5 Uhr morgens am Marktplatz getroffen und sind zusammen los. Zu Machu Picchu kann man auch mit dem Bus hochfahren, aber wir haben uns gedacht, wir sind jung und fit, und den kleinen Aufstieg packen wir mit links.
Es war dann doch ein bisschen steiler als gedacht und immer nur Treppenstufen, und als wir dann endlich oben waren, war ich schon ganz schön erschöpft.
Wir waren aber auch ziemlich schnell oben und während wir auf die anderen gewartet haben, hatten wir noch ein bisschen Zeit, um zu frühstücken.
Als wir Machu Picchu betreten haben, war die Sonne noch nicht aufgegangen und auf der Stätte hing noch ein leichter Nebel. Das war ein beeindruckender Anblick.
Und als dann die Sonne mit ihren Strahlen die Ruinen nach und nach in warmes Licht getaucht hat, da hatte man das Gefühl, an einem ganz besonderen Ort zu sein.
Und als dann die Sonne mit ihren Strahlen die Ruinen nach und nach in warmes Licht getaucht hat, da hatte man das Gefühl, an einem ganz besonderen Ort zu sein.
Anschließend haben wir eine kleine Führung durch die Stätte bekommen
| Nach dem Aufstieg von Aguas Calientes zu Machu Picchu |
| Die Sicht auf Machu Picchu |
Danach sind wir zum Montana Machu Picchu gelaufen, den man von unten schon weit hinaufragen sehen konnte.
Mittlerweile war die Sonne aufgegangen und es wurde ziemlich heiß, was den Aufstieg nicht unbedingt leichter gemacht hat.
Aber nach knapp einer Stunde waren wir endlich oben und konnten den atemberaubenden Ausblick genießen! :)
| Der Aufstieg zum Gipfel des Machu Picchu Bergs. |
| Die letzten Meter... |
| Der Gipfel mit der bunten Inka-Fahne. Unten kann man Machu Picchu sehen, der kleinere Berg gegenüber ist Wayna Picchu. |
| Endlich oben! =) |
| 1000 Höhenmeter: Von Aguas Calientes (2040 Meter) über Machu Picchu (2430 m) auf den Montana Machupicchu (3061 m) [Bild von Sebastian Galleguillos :) ] |
Am Nachmittag sind wir wieder nach Aguas Calientes hinabgestiegen und haben uns dort erstmal
kurz ausgeruht, bevor wir gemütlich eine Runde Essen gegangen sind.
Am nächsten Tag stand dann die Rückreise auf dem Plan. Wir sind zuerst wieder an den Schienen zurück nach Hidroelectrica gelaufen und haben da dann auf unseren Kleinbus gewartet. Zusammen mit 200 anderen Menschen, die auch alle zurück nach Cusco wollten.Ein Bus nach dem anderen kam an und hat jeweils 10-15 Reisende mitgenommen, aber unser Anbieter war nicht dabei und keine wollte uns mit unseren Tickets mitnehmen. Schließlich haben wir einen Mitarbeiter von unserem Touranbieter gefunden, der uns mitgeteilt hat, dass alle Plätze vergeben seien und keine neuen Busse mehr ankommen würden.
Als Alternative sollten wir ein Taxi in den nächsten Ort nehmen. Dort würde dann ein anderer Mitarbeiter auf uns warten und uns zurück nach Cusco fahren. Und da wir ja eigentlich für die Rückreise auch schon gezahlt hatten, würde uns in Cusco der Chef der Agentur treffen und uns unser Geld für die Taxifahrt wieder zurückgeben.
Der Plan klang für uns nicht sehr vielversprechend, da wir keine Garantie hatten, dass wir wirklich abgeholt und das Geld zurückbekommen würden, aber es wurde langsam dunkel und wir hatten keine andere Wahl. Hier bei dem Wasserwerk konnten wir schließlich nicht übernachten.
Also sind wir in ein Taxi gestiegen. Die Fahrt in den Ort Santa Teresa sollte nur 1 Stunde dauern, und es war die gefühlt längste Stunde meines Lebens. Die Straße hatte unglaublich scharfe Kurven und an der einen Seite war die Felswand und an der anderen der Abgrund. Der Taxifahrer ist wie ein Verrückter um die Kurven gerast und hat andere Autos an Stellen überholt, an denen man überhaupt nicht nach vorne sehen konnte. Wir wären ein paar Mal um Haaresbreite mit einem anderen Auto zusammengestoßen, und der Fahrer wollte einfach nicht vorsichtiger fahren, egal wie oft wir darum gebeten haben.
Als wir dann endlich heil angekommen waren, hat im Ort hat tatsächlich ein Mitarbeiter gewartet, der uns mit nach Cusco genommen hat. Und dort haben wir auch das Geld für die Taxifahrt zurückbekommen :)
Anschließend waren wir noch einen weiteren Tag in Cusco und sind dann weitergefahren nach
---> Ayacucho.