Von Cusco aus gab es verschiedene Weiterreise-Möglichkeiten:
- entweder gleich nach Lima
- nach Nazca
- in den Dschungel
- oder nach Ayacucho.
Diese Stadt liegt genau zwischen Cusco und Lima und ist relativ unbekannt. Aber der Ort wurde uns von ein paar Backpackern empfohlen. Also dachten wir uns, warum nicht? :)
Ayacucho ist eine sehr lebhafte Stadt. Man sieht dort nicht viele Touristen und hat auch nicht das Gefühl, dass hier viel auf Touristen ausgelegt ist. Dadurch hat man viel mehr vom eigentlichen peruanischen Leben mitbekommen.
Am ersten Tag haben wir uns nur die Stadt ein wenig angeschaut.
Am nächsten Tag sind wir zu den "ruinas wari" gefahren. Das ist ein altes Ruinendorf, das von dem Volk der Wari vor langer Zeit errichtet wurde. Diese Ruinen sind zum Teil gerade erst ausgegraben worden und an dieser Stätte wird in den nächsten Jahren noch einiges gearbeitet werden.
Unter anderem gibt es einige Höhlen, von denen bis jetzt nur eine richtig erforscht wird. Diese Höhle darf man auch betreten und wir waren dort ganz allein und es ging tief hinunter und um viele Kurven und trotz Taschenlampe war es sehr dunkel und unheimlich. Wir sind ziemlich schnell wieder umgekehrt.
Von einem Arbeiter haben wir erfahren, dass diese Höhle über einen Kilometer in der Berg hineingeht und bis jetzt noch kein Ende in Sicht ist. Sie wurde wohl als Fluchttunnel genutzt und wird irgendwann wieder ans Tageslicht führen.
| Auf den Pfaden des alten Wari-Dorfes |
Danach sind wir zu einem kleinen Dorf gefahren und sind von dort aus zu einem Obelisken gewandert, der auf einem Hügel über dem Dorf steht und ein Kriegerdenkmal ist.
| Tuc Tuc im Dorf |
Am nächsten Tag ging es weiter nach Pisco. Endlich mal wieder ans Meer!
Die Stadt an sich ist nicht sehr spektakulär. Jedenfalls nicht im Winter. Im Sommer ist dort sicher mehr los.
Deswegen sind wir zum Nationalpark Paracas gefahren, der gleich ums Eck liegt.
Dort haben wir uns Mountainbikes ausgeliehen und sind über die Hügel und Schotterwege die ganze Halbinsel abgeradelt. Das war auf jeden Fall ein weiteres Highlight der Perureise! :)

Nach Pisco ging es nach Lima.
Dort habe ich bei einer Freundin und ihrer Familie gewohnt und auf eigene Faust die Stadt ein wenig erkundet. Die letzten Tage vor dem Rückflug wurden dann noch die letzten Mitbringsel und Erinnerungsstücke gekauft und dann war auch schon der letzte Tag meiner Südamerika-Zeit gekommen. Die Familie hat mich zum Abschluss nochmal zum Essen eingeladen und wir sind ein wenig durch Miraflores, einem Stadtteil von Lima, geschlendert.
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| Choclo - Mais: die riesigen Maiskolben sind typisch für Lima |
Beim Abflug war ich echt traurig, dieses Land und diesen Kontinent verlassen zu müssen, der mir in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen war. Aber ich hab mich unglaublich auf daheim gefreut und konnte es gar nicht erwarten, meine Liebsten wieder in die Arme zu schließen.
Und ich bin mir sicher, dass ich nach Südamerika zurückkommen und dort auf eine neue Entdeckungsreise gehen werde. =)







