Der Norden von Chile - Juni 2015

Da bei uns die Uni ab Juni gestreikt hat, haben wir Mädels kurzerhand beschlossen, einen kleinen Trip in den Norden von Chile zu machen. Dafür haben wir uns ein Auto gemietet und sind Ende Juni losgedüst. Die Route war ungefähr geplant, wir wollten in zwei Tagen bis nach Antofagasta fahren, dort einen Tag bleiben und dann wieder zurück.

Tag 1)

Nachdem wir unser ganzes Gepäck in das kleine Auto gequetscht hatten, ging es los.
Als erstes wollten wir bei Vallenar, das ungefähr 2,5 Stunden nördlich von La Serena liegt, die blühende Atacama-Wüste besichtigen.
Im Sommer und Herbst dieses Jahres hatte es in Chile heftige Regenfälle in der Atacama-Region gegeben, die unter anderem auch sehr viele Dörfer zerstört haben (dazu später mehr). Ein anderer Effekt dieses Regens war jedoch auch, dass die Wüstenregion, die normal ziemlich trocken ist, plötzlich durch das Wasser genügend Feuchtigkeit bekommen hat, um Pflanzen, und vor allem Blumen blühen zu lassen. Das kommt nicht allzu häufig vor, und deswegen wollten wir uns das nicht entgehen lassen.














Als nächstes sind wir in Bahia Iglesa angekommen. Dort wollten wir auch die Nacht bleiben und haben uns dazu eine kleine Hütte am Strand gemietet. Das Wetter war leider nicht so toll, es war ziemlich bewölkt und regnerisch, aber im Sommer ist dieser kleine Ort ein tolles Ferienziel mit viel Tourismus-Angeboten.






Tag 2)

Am nächsten Tag ging es gleich in der Früh weiter, zuerst in den Nationalpark Pan de Azucar (auf deutsch "Zuckerbrot"). Dort sind wir zuerst mit dem Auto durch wüstenähnliche Gegenden gefahren und haben seltsame Kakteen-Formationen und viele Felsen gesehen. Anschließend sind wir noch ein bisschen weiter gefahren und in einem kleinen Dort angekommen, das aber fast ausgestorben war. Überhaupt haben wir im Nationalpark nur eine Handvoll Leute gesehen. In dem kleinen Dorf haben wir geparkt und sind eine Runde in den Klippen am Meer wandern gegangen. Das war ziemlich abenteuerlich.
Anschließend ging es weiter nach Antofagasta. Dort hatten wir eine Couchsurfing-Unterkunft für die Nacht. Unser Gastgeber Daniel hatte eine tolle Wohnung direkt am Meer und am ersten Abend haben wir alle zusammen auf dem Balkon gegrillt. Dazu kamen noch einige Freunde vorbei und es hat sich dann alles so lange hingezogen, dass es erst um halb 3 Uhr nachts das Essen gab und wir fast neben unseren Tellern eingeschlafen wären. ;)

Im Nationalpark















C H I L E =)








Dämmerung und Sonnenuntergang in der Wüste











Barbeque



Tag 3)

Am nächsten Tag sind wir zeitig aufgestanden und mit Daniel zur Portada gefahren, dem Wahrzeichen von Antofagasta. Das ist eine Brücke aus Stein, die vor der Stadt ins Meer hinausgeht. Anschließend sind wir noch durch eine Felshöhle zu einem Strand hinuntergeklettert und dort ein wenig herumgewandert. Eigentlich wollte er uns nachmittags dann noch mit seinem Boot auf eine kleine Spritztour mitnehmen, aber leider waren die Wellen so hoch, dass die Küstenwache uns nicht hat hinausfahren lassen.
Stattdessen sind wir Mädels dann nach Baquedano gefahren. Dort befindet sich ein alter Eisenbahnfriedhof und den haben wir ein wenig erkundet.







































In Baquedano




























Tag 4)

Am vierten Tag haben wir für Daniel als Dankeschön noch ein großes Frühstück hergerichtet und sind wieder Richtung La Serena aufgebrochen. Ungefähr eine Stunde südlich von Antofagasta war die letzte Sehenswürdigkeit unserer Reise: el mano - die Hand. Mitten in der Wüste ragt dort eine Hand in die Höhe.
Anschließend sind wir bis abends durchgefahren und waren gegen 10 Uhr wieder in La Serena.